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„Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass mein Sohn Andreas mal ein Bücherwurm werden wird, hätte ich ungläubig den Kopf geschüttelt“

06. Mai 2021

Der folgende Artikel erschien am 06. Mai 2021 in der VdK Zeitung. Der Sozialverband VdK Deutschland e.V. ist mit über zwei Millionen Mitgliedern der größte und am stärksten wachsende unabhängige Sozialverband Deutschlands. Die VdK Zeitung ist mit 1,7 Millionen Exemplaren pro Ausgabe die auflagenstärkste Mitglieder-Zeitschrift Deutschlands.

Wir freuen uns, dass wir Ihnen den vollständigen Artikel im Folgenden mit freundlicher Genehmigung der Redaktion zur Verfügung stellen können. Den Text finden Sie zudem auch auf der Webseite des VdK.

 

Gehirntraining mit Neurofeedback. Mit dieser Therapie lernen Menschen mit ADHS, Autismus oder Demenz, entspannter und aufmerksamer zu sein

Im Rahmen der Neurofeed­back-Therapie kann das Gehirn mit der Unterstützung eines Computers trainieren, ruhig und gleichzeitig konzentriert zu sein. Die Behandlungsmethode, die hierzulande noch relativ unbekannt ist, hat sich bei unterschiedlichen Erkrankungen und Störungen bewährt, etwa bei Demenz, Migräne, Tinnitus, ADHS und Autismus.

Gernot Wührer with his patient

„Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass mein Sohn Andreas* mal ein Bücherwurm werden wird, hätte ich ungläubig den Kopf geschüttelt“, erzählt Susanne Lenz* aus dem Münchner Umland. Denn der 13-Jährige hat eine Lese-¬Rechtschreib-Störung. „Andreas ist Legastheniker. Er hat Schwierigkeiten, die Wörter eines Textes schnell richtig zu erfassen. Sein Gehirn baut irgendwo Fehler ein“, erklärt Susanne Lenz. Bevor der Schüler vor einem Jahr mit dem Neurofeed¬back-Training begonnen hatte, bereitete ihm das Lesen große Probleme. Heute erlebt die Mutter ihren Sohn regelrecht als Leseratte.


Nicht nur beim Lesen, sondern auch im sozialen Bereich macht Andreas dank der computer¬unterstützten Neurofeed¬back-Therapie Fortschritte. Denn Andreas ist Autist. „Ich beobachte, dass er Menschen gegenüber offener geworden ist“, sagt die Mutter.


Wirksame Ergänzung


Susanne Lenz ist wegen der Behinderung ihres Sohnes mit ihm in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Behandlung. Dass dort auch Neurofeed¬back-¬Therapeut Gernot Wührer arbeitet, war für die Mutter ein glücklicher Zufall, weil man mit Gesprächstherapie schwer an ihren Sohn herangekommen ist. „Die Psychia¬terin hat Familie Lenz empfohlen, sich an mich zu wenden“, erzählt der Diplom-Psychologe. Er bringt die Wirkung der Behandlung auf den Punkt: „Das Gehirn lernt, sich selbst besser zu regulieren und einen je nach Situation angemessenen Zustand einzunehmen.“ Die Methode sei eine wirksame Ergänzung zu anderen Behandlungen.


Bevor die Therapie beginnt, wird ein ausführliches Anamnese-Gespräch geführt. Dann wird ein Behandlungsplan für das Neurofeedback aufgestellt. Bei Andreas Lenz habe Gernot Wührer zunächst mit Beruhigung und Konzentration angefangen. Dann kamen schrittweise die Themen Lesen und Schreiben, später der sozial-emotionale Bereich hinzu.


Der 47-Jährige beschreibt, wie eine Sitzung abläuft: „Wenn der Patient sitzt, werden Elektroden auf den Kopf geklebt. Diese werden mit einem Verstärker verbunden, damit die Gehirnaktivität auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Das spürt man nicht. Es wird kein Strom in das Gehirn eingegeben“, beruhigt der Experte. Das Feedback soll Spaß machen: Man kann einen Film anschauen oder ein Videospiel machen. „Diese zeigen dem Patienten in Echtzeit, was das Gehirn gerade tut“, betont der Therapeut.


Ein Beispiel: „Kinder mit ADHS oder Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium sind unruhig und können sich nicht konzentrieren. Das Ziel ist daher, dass das Gehirn aufmerksam und entspannt ist. In einer solchen Frequenz ist das Bild klar. Wenn das Gehirn unruhig ist, wird das Bild verschwommen.“ Das Gehirn lernt so anhand der Rückmeldung der eigenen Aktivität automatisch, seine Selbstregulationsfähigkeit zu verbessern, also möglichst aufmerksam und entspannt zu bleiben. „Sogar dann noch, wenn der Demenzkranke nicht mehr sprechen kann und das Umfeld ihn nicht mehr versteht, kann das Neuro¬feed¬back helfen, ihn zu beruhigen“, weiß Wührer.
Die meisten Patienten, die zu ihm in seine Münchner Praxis kommen, sind Selbstzahler. Aber im Rahmen der Ergotherapie und Verhaltenstherapie ist Neurofeedback als Kassenleistung zugelassen, betont Gernot Wührer.

 

Über Gernot Wührer

Gernot Wührer ist Magister-Pädagoge, Diplom-Psychologe, Yoga-Lehrer und Sportpsychologe. Er hat über 20 Jahre Erfahrung im pädagogisch-therapeutischen Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Er arbeitete insbesondere als Sozialkompetenz-Trainer für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung, Legasthenie-Therapeut sowie als Seminarleiter für Geschwisterkinder und pädagogische Fachkräfte. 
Er arbeitet seit 2017 mit ILF Neurofeedback und ist als Neurofeedback-Therapeut spezialisiert auf die Behandlung von Kindern mit Autismus, AD(H)S, Lernstörung, geistiger Behinderung und Sprachentwicklungsstörung sowie auf das Training von Leistungs- und Profisportlern.

Erfahrungen mit Neurofeedback in der therapeutischen Praxis

31. März 2021

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis Ergotherapie", Heft 2/2021 stellen Dr. Sigrid Seuß und Jennifer Riederle zentrale Ergebnisse eine Umfrage unter 260 Neurofeedback-Therapeuten vor. Die Analyse veranschaulicht das breite Anwendungsspektrum sowie Effekte des Neurofeedbacks und kommt zu einem positiven Risiko-Nutzen-Verhältnis.

In der Ankündigung des Verlages zum Artikel heißt es:

"Neurofeedback ist ein Therapieverfahren zur Verbesserung der Regulationsfähigkeit des zentralen Nervensystems. Klinische Studien untersuchen die Effekte von Neurofeedback bei verschiedenen Indikationen. Ergänzend sind praktische Erfahrungen ein wichtiger Baustein in der Bewertung des Verfahrens. Es wurden 260 Neurofeedback Therapeuten – mehrheitlich Ergotherapeuten – zu ihren Erfahrungen befragt. Die Analyse bildet die Anwendungsvielfalt, positive und unerwünschte Effekte, ab und kommt zu einem positiven Risiko-Nutzen-Verhältnis."

Quelle: https://www.verlag-modernes-lernen.de/zeitschriften/praxis-ergotherapie/aktuell

An der Umfrage nahmen Personen aus den Fachgebieten Ergotherapie (48%), (Kinder- und Jugend-)Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie (30%) sowie weitere heil- und therapeutisch arbeitende Berufsgruppen (22%) teil, die mit ILF Neurofeedback arbeiten.

85% der Befragten bewerteten Neurofeedback als "wesentliches Hilfsmittel zur effektiven Behandlung ihrer Patienten". Als positive Effekte von Neurofeedback wurden u.a. eine Verbesserung des Schlafes, der Aufmerksamkeit, der Stimmung sowie Emotionsregulation und Impulskontrolle genannt.

Auf die Fragen das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Neurofeedback einzuschätzen, bewerteten dies 96% der Befragten als sehr gut oder gut.

Den Fachartikel mit allen Ergebnissen und Details finden Sie in der Ausgabe 2/2021 der Fachzeitschrift "Praxis Ergotherapie", erschienen am 01.04.2021.

Oder lesen Sie den Artikel hier.

 

 

 

 

Cover Praxsi Ergotherapie Ausgabe 02/2021

Neurofeedback - Was bringt das Training für das Gehirn bei Stress und mentalen Erkrankungen?

30. März 2021

Stress und mentale Belastungen kennen wir alle von Zeit zu Zeit. Psychische Belastungen nehmen jedoch zu - gerade auch jetzt in der Pandemie. 

Wie Neurofeedback hier helfen kann, können Sie in einem kurzem Beitrag lesen, der in der Sonderbeilage "Kopfsache" der Ausgabe Nr. 75 der Tageszeitung "WELT" am 30. März 2021 erschienen ist.

Die Sonderbeilage widmet sich u.a. folgender Schwerpunktthemen:

  • Was macht die Isolation mit unserer Psyche?
  • Wie stärke ich mein Immunsystem?
  • Wie kann man Depressionen und Erschöpfung vorbeugen?
  • Und mentale Gesundheit stärken?

Der Artikel mit dem Titel "Neurofeedback: Was bringt das Training für das Gehirn bei Stress und mentalen Erkrankungen?", adressiert vor allem Interessenten, die Neurofeedback noch nicht kennen, für die aber das Training mit dem Gehirn eine interessante Option sein kann.

Vor dem Hintergrund, dass gerade auch in der Pandemie psychische Belastungen, Depressionen und Stress im Lockdown altersübergreifend zunehmen, wird Neurofeedback als entspannte und ruhige Therapiemethode veranschaulicht, die gerade auch bei mentalen Belastungen helfen kann u.a. Stimmung und Schlaf zu verbessern und sich "im Kopf aufgeräumter" zu fühlen.

Artikel "Neurofeedback: Was bringt das Training für das Gehirn bei Stress und mentalen Erkrankungen"

Den vollständigen Beitrag können Sie hier auch herunterladen.

Viele hilfreiche Informationen zu Neurofeedback finden Patienten auch auf der Webseite des Neurofeedback Netzwerks. Ein Projekts, welches wir seit seiner Gründung 2011 fördern.

Interview mit Gernoth Wührer - Die Bedeutung der Sprache für die menschliche Entwicklung

09. Februar 2021

“Die Bedeutung der Sprache für die menschliche Entwicklung kann gar nicht genug betont werden. Erst die Sprache, mit ihrer ungeheuren Flexibilität und ihrem Bedeutungsreichtum, hat uns in die Lage versetzt, uns untereinander zu verständigen.” (Harari, 2013). 

Sprache ist ein elementarer Bestandteil in der kindlichen Entwicklung. Bei sogenannten Sprachentwicklungsstörungen sind die Kommunikation, das Sprachverständnis, der Wortschatz und die Sprachbildung - oder gleich mehrere dieser Bereiche betroffen. 

Diplom-Psychologe Gernot Wührer behandelt in seiner Praxis in München unter anderem Patientinnen und Patienten mit Sprachentwicklungsstörungen. In diesem Interview berichtet er, wie Neurofeedback helfen kann. 

 

Gernot, wie ist es dazu gekommen, dass du dich mit Sprachentwicklungsstörungen beschäftigst? 

Ich kooperiere mit einer Logopädin, welche vor allem mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum arbeitet sowie Kindern mit Migrationshintergrund, welche die deutsche Sprache oft erst im Kindergarten richtig lernen. Diese Kollegin integriert Neurofeedback schon länger zusätzlich zur Logopädie in die Behandlung ihrer Patienten. Logopädie kann für die Kinder sehr fordernd sein und ihnen viel abverlangen - besonders, wenn die Sprachstörung von Problemen der Aufmerksamkeit, Konzentration und Impulsivität begleitet wird. 

Wir erleben, dass Kinder mit Motivationsproblemen sowie Kinder aus dem Spektrum durch Neurofeedback in ihren kognitiv-emotionalen Fähigkeiten gestärkt werden. So erreichen sie auch schneller Fortschritte in der Logopädie. Die Kinder sind motivierter, konzentrierter und können in der Therapie besser mitarbeiten - in einzelnen Fällen haben Kinder durch die Kombination aus Neurofeedback und Logopädie bis zu einem Jahr weniger Therapie benötigt und auch große Entwicklungsrückstände schnell aufgeholt.  

 

Sprachentwicklungsstörungen sind ein großes Feld. Ist Neurofeedback bei allen gleichermaßen indiziert? 

In der Regel sind es die komplexen Fälle und Verläufe, bei denen wir zusätzlich  Neurofeedback empfehlen, beispielsweise wenn neben Sprachfehlern auch das Verständnis von oder das Verhältnis zu Sprache betroffen ist. Generell ist Neurofeedback aber ein Gehirntraining, das dazu beiträgt, die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit der Kinder zu verbessern - davon können alle profitieren. 

Die Kinder in meiner Praxis sind meist im Kindergartenalter. Hier fällt eine nicht-altersgerechte Sprachentwicklung in der Regel erstmals deutlich auf, aber ich arbeite auch mit Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen, besonders mit Erkrankungen des Autismus-Spektrums. Die Probleme, die ich in der Praxis beobachte, reichen von systematischen grammatikalischen Fehlern über das Fehlen komplexer Sätze bis zu Problemen mit dem Sprachinhalt. Bei Kindern mit Autismus kann es auch vorkommen, dass diese nur eingeschränkt kommunizieren, gar nicht sprechen oder nur Laute bilden können. 

 


Was kann Neurofeedback in der Therapie von Sprachentwicklungsstörungen leisten? Wie trägt es zu einer Verbesserung bei? 

Neurofeedback wirkt sich, als begleitende Therapie zur Logopädie, bei Sprachentwicklungsstörungen auf mindestens drei Arten positiv aus. 

Zunächst stärkt es die kognitiv-emotionalen Voraussetzungen und verbessert Parameter wie Aufmerksamkeit und Konzentration auf implizite und spielerische Weise. Kindern, die begleitend Neurofeedback trainieren, fallen beispielsweise die Arbeitsphasen in der Logopädie leichter. Sie können länger konzentriert arbeiten, geben nicht mehr so schnell auf und haben auch zunehmend Spaß daran, weil sie nicht nur negative Erfahrungen mit Sprachen machen, sondern in ihren Fähigkeiten zunehmend gestärkt werden. Das würde ich als unspezifische Effekte von Neurofeedback bezeichnen. 

Dazu kommen die positiven Effekte, die Neurofeedback auf den Alltag der Kinder hat. Das Familienleben beruhigt sich oft ein wenig, denn auch die Eltern bemerken schnell Verhaltensänderungen bei den Kindern - das kann von besserem Schlaf bis hin zu längerem selbstständigem Spiel und weniger Bettnässen führen. Das entlastet auch die Eltern und hebt die Lebensqualität aller Betroffenen.

Drittens hat Neurofeedback auch spezifische Effekte auf die Sprache: für mich ist es ein großer Erfolg, wenn die Kinder im Verlauf der Therapie aus eigener Motivation damit beginnen, längere Sätze zu bilden, auch von sich aus etwas erzählen oder ein Gespräch beginnen. Ich bemerke auch eine zunehmende Verbalität, einen vergrößerten Wortschatz oder differenzierte Lautbildung. Insbesondere wenn man beim Neurofeedback spezifische Elektrodenpositionierung für Sprache wählt und dort trainiert, werden solche Ergebnisse deutlich, während die anderen beiden unspezifischen Effekte sich oft auch schon in den typischen Anfangspositionen zeigen, insbesondere bei interhemisphärischem Training. 

 

Wie sind deine Erfahrungen mit Neurofeedback bei Sprachentwicklungsstörungen und welche Rückmeldungen erhältst du von Patienten und Eltern? 

Die Kinder nehmen Neurofeedback oft als eine “einfache” Therapie wahr - sie dürfen zu mir kommen und haben anders als in der Logopädie keinen expliziten Druck zu sprechen, sondern dürfen einen Film schauen und dabei ihr Gehirn trainieren - das ist ein hilfreiches Setting für Kinder, die negative Erfahrung mit Sprache gemacht haben. 

Ich bin davon überzeugt, dass diese vor allem auch von dem interdisziplinären Ansatz profitieren, wenn Neurofeedback begleitend zur Logopädie gemacht wird - und die Therapeutinnen und Therapeuten profitieren von einer besseren Anamnese und einer genauen Beobachtung. Viele Eltern, die ihre Kinder zu mir zum Neurofeedback bringen, bezahlen diese Behandlung selbst - aber sie sehen rasch Fortschritte und investieren so gerne in die Entwicklung und Sprache ihrer Kinder. Außerdem sind sie meist dankbar, dass sie eine Therapieoption gefunden haben, die ohne Medikamente und damit in der Regel auch ohne Nebenwirkungen auskommt. 

 

Was ist besonders wichtig für den Einsatz von Neurofeedback bei Sprachentwicklungsstörungen? 

Zentral ist für mich die gute und fundierte Ausbildung als Neurofeedback-Therapeut*in. Die Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen geht weit über die Basispositionen im Neurofeedback hinaus. Oft muss die Feinjustierung von Elektrodenpositionen erfolgen und klinisch beurteilt werden, welches Symptom und welche Position zuerst behandelt werden sollen. Hierfür sollten Therapeut*innen schon Neurofeedback-Erfahrung mitbringen. Darüber hinaus ist die genaue Beobachtung der Patient*innen essenziell - insbesondere, wenn diese sich nicht verbal mitteilen können, müssen Anzeichen von Über- und Unteraktivierung schnell erkannt und die Trainingsfrequenz angepasst werden. Aus meiner Erfahrungen reagieren aber gerade junge Kinder schon in der Sitzung sehr sensibel und eindeutig auf Frequenzänderungen - für Veränderung zwischen den Sitzungen ist der Dialog mit den Eltern und anderen behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten unerlässlich! 

 

Wem empfiehlst du die Teilnahme an deinem Webinar? Und was können deine Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten? 

Insbesondere Sprachtherapeutinnen und -therapeuten, Logopädinnen und Logopäden können von dem Webinar profitieren. Ich finde es aber wichtig, auch andere Berufsgruppen anzusprechen, die vermehrt mit Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen zu tun haben, wie Ärzt*innen, Ergotherapeut*innen, Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen. Das Wissen über die Therapiemöglichkeiten kann dabei helfen, die Betroffenen und ihre Eltern besser zu beraten und die optimale Versorgung zu entwickeln. 

Ich möchte alle dazu einladen, die sich von diesem Thema angesprochen fühlen. Ich werde in dem Webinar über meine persönlichen Erfahrungen, die klinischen Hintergründe und die Einzelheiten von Neurofeedback sprechen und freue mich auf interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Fragen und Diskussionen. 

 

Mehr über Gernot Wührer erfahren Sie in seinem Dozentenprofil.

 

Unsere Gewinner stehen fest!

16. Dezember 2020

Vielen herzlichen Dank für die rege Teilnahme an unserer Buchverlosung. Viele von Ihnen haben dabei „nicht nur“ mitgemacht, sondern uns in Zuge dessen auch persönliche Nachrichten geschickt, von Behandlungserfolgen und begeisterten Patienten berichtet und, dass Sie Neurofeedback nicht mehr in der Praxis missen möchten. Für einen Gewinn im Rahmen der Buchverlosung war dies natürlich nicht ausschlaggebend, aber wir freuen uns sehr über dieses Feedback.

Aber nun verraten wir Ihnen, wer sich über den Jahreswechsel auf eine spannende Neurofeedback-Lektüre freuen darf:

Jeweils ein Exemplar des Buches "Neurofeedback. Theoretische Grundlagen - Praktisches Vorgehen - Wissenschaftliche Evidenz" von Ute Strehl in der Neuauflage von 2020 haben gewonnen:


Das Exemplar von „Restoring the Brain” von Hanno W. Kirk geht an

Wir wünschen allen Gewinnern eine spannende Lektüre! 

Neue Chancen gibt es sicherlich wieder im nächsten Jahr! Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und kommen Sie gesund, erholt und mit Zuversicht ins neue Jahr!

 

 

 

 

 

 

Die perfekte Neurofeedback-Winterlektüre – machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel zum Jahresende!

17. November 2020

Was gibt es Schöneres als es sich in der kalten Jahreszeit gemütlich zu machen und ein gutes Buch zu lesen? Noch dazu, wenn man ohnehin daheim bleiben muss und ganz nebenbei sein Neurofeedback-Wissen auf den neuesten Stand bringen kann? Wir verschönern Ihnen diesen Gedanken noch mehr, indem wir Ihnen genau ein solches Buch schenken! Machen Sie bei unserem vorweihnachtlichem Gewinnspiel mit!

 

Unter allen Kunden und Newsletter-Abonnenten verlosen wir:
3 Exemplare des 2020 in der 2. erweiterten und überarbeiteten Auflage erschienenen Buches
"Neurofeedback: Theoretische Grundlagen - Praktisches Vorgehen - Wissenschaftliche Evidenz"

von Ute Strehl

Hier können Sie eine kurze Buchrezension lesen.

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Die Teilnahme ist ganz einfach:

Abonnieren Sie hier unseren Newsletter und setzen Sie dort ein Häkchen, dass Sie an unserer Buchverlosung teilnehmen möchten.

Sie sind bereits Kunde und bekommen schon unseren Newsletter? Auch ganz einfach: Schreiben Sie uns eine E-Mail an [email protected] und Sie sind bei der Verlosung mit dabei!

Bis einschließlich 10. Dezember 2020 können Sie teilnehmen!

 

Wie geht es dann weiter?

Die Gewinner werden danach zeitnah per E-Mail über den Gewinn informiert. Bitte beachten Sie, dass wir dann auch Ihre Adressdaten benötigen, damit wir das Buch noch vor Weihnachten an Sie verschicken können! Pro Person ist eine einmalige Teilnahme möglich. Sehr gerne können Sie aber interessierte Kollegen auf dieses Gewinnspiel hinweisen und so vielleicht auch die Chancen erhöhen, dass in Ihrer Praxis bald ein Exemplar dieses Buches zur Verfügung steht.

 

Weitere Hinweise zu den Teilnahmebedingungen

Eine Auszahlung des Gewinns in bar oder in Sachwerten, deren Tausch oder Übertragung auf andere Personen ist nicht möglich.

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter der BEE Medic GmbH und verbundener Unternehmen sowie Mitarbeiter der Unternehmen, die den Preis zur Verfügung stellen. Ferner alle Personen, die mit der Erstellung oder Abwicklung des Gewinnspiels beschäftigt sind oder waren sowie deren Ehe- oder Lebenspartner.

Wir weisen zudem darauf hin, dass es sich bei dem Gewinnspiel und den Gewinnen um freiwillige Leistungen unsererseits handelt, für die nicht derselbe Gewährleistungs- und Haftungsumfang, wie z.B. bei einem vom Gewinnspiel unabhängigen Erwerb der verlosten Preise. Ausführliche Teilnahmebedingungen und Hinweise zum Datenschutz finden Sie hier.

Zum Welt-Ergotherapie-Tag am 27.10.2020 - “Neurofeedback macht den Arbeitsalltag spannender”

27. Oktober 2020

Zwar entwickelt sich Neurofeedback in immer mehr ergotherapeutischen Praxen zum festen Behandlungsbaustein. Viele Ergotherapeut*innen zweifeln aber auch, ob das “technische” Neurofeedback überhaupt in den Arbeitsalltag passt. Dabei ist die Ergotherapie eine Disziplin, in der Neurofeedback im Rahmen der zur Verfügung stehenden Heilmittel sogar abgerechnet werden kann. Im Interview zum Welt-Ergotherapie-Tag berichtet unser Dozent Thomas Theis u.a. darüber, was ihn an Neurofeedback begeistert, wie sich Neurofeedback in die Ergotherapie integrieren lässt und warum gerade Ergotherapeut*innen die perfekten Voraussetzungen für Neurofeedback mitbringen.

World Occupational Day

Thomas, warum bist du Ergotherapeut geworden?

Ich bin über persönliche Erfahrungen zur Ergotherapie gekommen. Als junger Erwachsener habe ich mir eine komplexe Verletzung am Arm zugezogen - für mich als Musiker eine Katastrophe. Ich war länger in Behandlung und habe viele Therapien ausprobiert, aber wirklich besonders geholfen hat mir die Ergotherapie. In der Ergotherapie wurde ich mit Spaß dazu gezwungen, meinen Arm wieder zu benutzen - nicht wie in der Krankengymnastik für Dehnung oder Übungen - sondern zu alltäglichen Dingen wie Darts spielen, flechten, Karten mischen, die mir als junger Mensch auch viel Spaß gemacht haben. Da erlebte ich wirklich einen Aha - Moment: mir wurde klar, dass mein Zustand sich nicht verbessern wird, wenn ich meine Hand nicht benutze und dieses Wissen hat dann meinen Spaß an der Ergotherapie geweckt. 

 

Was liebst du an deinem Beruf? 

Es gibt da diesen Spruch auf Kaffeetassen “Ich bin Ergotherapeut geworden, weil Superheld kein Beruf ist.” Das ist lustig und irgendwo fühle ich auch so. Für mich gibt es eigentlich nichts, was diesem Beruf fehlt. Ergotherapie ist geprägt von Vielseitigkeit, Komplexität und Individualität. Als Ergotherapeut*in muss ich mit einem wachen Blick meine Patient*innen betrachten, ich muss herausfinden, wo Probleme bestehen und mit ihnen zusammen lösungsorientiert arbeiten. Dabei machen nicht nur die Patient*innen Fortschritte, auch als Ergotherapeut*in wächst man und entwickelt sich auf allen Ebenen weiter. Ergotherapeut*in ist ein sinnvoller und helfender Beruf, der unheimlich viel Spaß macht. Außerdem war die unternehmerische Selbstständigkeit immer mein großes Ziel - meine zwei Praxen zu leiten ist für mich die Erfüllung dieses Ziels. 

 

Was sind deine größten Herausforderungen?

Aktuell steht der Umzug meiner beiden Praxen als größte logistische Herausforderung an. Auch die Pandemie hat uns natürlich vor Probleme gestellt, die wir aber zunehmend gemeinsam bewältigen. Mit einem großen Team in der Praxis wird es nie langweilig, wir haben außerdem eine lange Warteliste. Die Therapie läuft immer weiter und den Patient*innen wird volle Aufmerksamkeit geschenkt. Die Behandlung einzelner Patient*innen kann auch herausfordernd sein: Gerade kombiniere ich Neurofeedback und lösungsorientierte Gespräche in der Behandlung einer stark traumatisierten Patientin, das ist sehr spannend.

 

Wie lässt sich Neurofeedback in die Ergotherapie integrieren? 

Neurofeedback kann sich in der Ergotherapie als Mittel der Wahl darstellen, um das ärztlich verordnete Therapieziel zu erreichen. Auch eine Kombination von Neurofeedback mit anderen therapeutischen Methoden ist möglich, um Patient*innen so zu einer nachhaltigen Verbesserung der Alltagskompetenz zu verhelfen. Es ist natürlich zu bedenken, dass die einzelnen Neurofeedback Verfahren sich dabei voneinander unterscheiden. Methoden wie das Infra Low Frequency (ILF) Neurofeedback, die dazu beitragen, die Selbstregulierungsfähigkeit zu verbessern, sind aus meiner Sicht dabei besonders gut geeignet. Und das weiß ich, weil ich sie sehr gut kenne. Sie helfen dabei, alltagsrelevantes Verhalten nachhaltig zu verbessern und sind somit, als ressourcenbezogener Ansatz, ganz besonders für die Ergotherapie geeignet. Ich setze Neurofeedback inzwischen bei sehr vielen Krankheitsbildern ein und auch die Patient*innen haben großes Interesse an der Methode. 

 

Bringen Ergotherapeut*innen die richtigen Voraussetzungen für eine Neurofeedback Ausbildung mit? 

Aus meiner Sicht bringen Ergotherapeut*innen die perfekten Voraussetzungen für das Neurofeedback mit. Gerade im symptombasierten ILF Neurofeedback ist es zentral, die Patient*innen genau klinisch zu beobachten und vor allem auf die Körperphysiologie zu achten, um Anzeichen von Anspannung und Entspannung zu erkennen. Die komplette Physiologie spielt eine Rolle. Man muss Atmung, Mimik, Innenrotation und Außenrotation erkennen und das Behandlungsprotokoll entsprechend anpassen. Ergotherapeut*innen sind hierin in der Regel sehr geübt und deshalb eine sehr wichtige Berufsgruppe für Neurofeedback. 

 

Was würden Sie Ergotherapeut*innen raten, die sich überlegen mit Neurofeedback zu arbeiten? 

Mein Tipp an Ergotherapeut*innen, die Neurofeedback anbieten möchten lautet: achtet auf eine gute und fundierte Ausbildung, startet langsam und probiert euch aus, bevor ihr mit der Behandlung von komplexen Krankheitsbildern beginnt. Nutzt Angebote zur Fort- und Weiterbildung sowie Supervision bei erfahrenen Kolleg*innen. 

Neurofeedback ist ein Instrument, dass den Arbeitsalltag spannender und abwechslungsreicher machen kann. Auch Kolleg*innen, die zunächst vielleicht Vorbehalte gegen technische Geräte in der Therapie haben, arbeiten jetzt gerne mit Neurofeedback. 

Es hält auch die Therapeut*innen geistig fit, weil man ständig einen analytischen Blick auf die Patienten behält und kleine physiologische Veränderungen schnell registrieren muss. Mir selber macht die Arbeit mit Neurofeedback wahnsinnig viel Spaß und ich kenne auch viele Kolleg*innen, die es gerne als Ergänzung ihrer Therapiemethoden in der Ergotherapie aufnehmen. 



 

Mehr über Thomas Theis finden Sie in seinem Dozentenprofil.

Das Interview wurde geführt von Jennifer Riederle, Psychologin bei BEEMedic

 

Neurofeedback-Patienteninformation für Ihr Praxismarketing – worauf es ankommt

12. Oktober 2020

In Anbetracht der Informationsflut rund um Gesundheitsangebote via Internet, Apps und Broschüren ist es wichtiger denn je, Patienten zielgerichtet und fundiert zu informieren. Gerade auch bei Neurofeedback ist das Informationsbedürfnis hoch. Denn was da genau passiert, wenn an einem selber oder dem Kind Elektroden an den Kopf geklebt werden, wirft natürlich Fragen auf. Zuverlässige, verständliche Informationen sind allerdings schwer zu finden. Und seriöse, medizinische Angebote von solchen, die es nicht sind, schwer zu unterscheiden. Die Patientenflyer der BEE Medic helfen Ihnen dabei, Ihren Klienten Neurofeedback zu erklären und Ihre Kompetenz zu zeigen.

 

Praxismarketing - Unterstützung bei der individuellen Patientenkommunikation

Praxismarketing ist für viele heilberuflich und therapeutisch arbeitenden Berufsgruppen ein gar nicht so einfaches Unterfangen. Stets in einem Spannungsverhältnis zwischen der wirtschaftlichen Notwendigkeit auch moderne Gesundheitsdienstleitungen vermarkten zu wollen auf der einen Seite und geltenden Werbe-, Berufs- und Wettbewerbsrechtlichen Vorschriften - die es zu Recht zu beachten gilt - auf der anderen Seite. Schließlich ist Gesundheit unser Aller höchstes Gut und leichtfertige Heilsversprechen erlauben sich schlicht nicht.

Wahrlich kein einfaches Terrain. Der auf Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnims` Buchtitel von 1961 zurückgehende Marketing-Leitsatz „Tue Gutes und rede darüber“ ist für Praxen gar nicht so einfach umzusetzen.

An dieser Stelle sei aber gesagt: die persönliche und aktive Kommunikation steht für Praxen an oberster Stelle. Kein Marketing-Tool der Welt kann Empathie, fachliche Kompetenz und die direkte Kommunikation mit den Patienten ersetzen.

Gerade auch Neurofeedback ist eine Therapiemethode, die für einen Großteil der Patienten zunächst schwer verständlich ist. „Was passiert da genau mit mir?“, „Warum braucht man dafür Elektroden am Kopf?“, „Tut das weh?“ (an dieser Stelle sei der Vollständigkeit halber verraten: nein, tut es nicht), sind typische Fragen. Und gerade auch im Bereich der mentalen Gesundheit und der Arbeit mit jungen Patienten ist die persönliche Kommunikation Ihr allerwichtigstes Mittel, um Vertrauen aufzubauen.

Mit professionellen, gezielten Informationen unterstützen wir Sie dabei gerne. Eine besonders einfache und zugleich sehr effiziente Möglichkeit sind Patientenflyer, um über Ihr Neurofeedback-Angebot zu informieren und Patienten eine erste Orientierung für die Therapie mit auf den Weg zu geben.

 

Doch woran erkennt man gute Patienteninformation?
Neurofeedback Patienteninformation von der BEE Medic GmbH
Neurofeedback Patientenflyer der BEE Medic GmbH
Patienteninformation – worauf kommt es an?

Kurz gesagt: gute Patienteninformation setzt den Patienten und dessen Fragen in den Fokus und nicht ein bestimmtes Produkt, einen Hersteller oder eine Marke. Das therapeutische Know-how, die Vorzüge und Details eines bestimmten Verfahrens oder Neurofeedback-Systems und das Wissen, dieses sinnvoll in den therapeutischen Prozess zu integrieren, brauchen Sie – nicht der Patienten.

Daher stehen in den Patienteninformationen, die wir Praxen zur Verfügung stellen, auch keine unserer Marken oder Produkte im Fokus. Vielmehr gehen wir auf folgende Aspekte ein:

  • Wie läuft die Neurofeedback-Sitzung ab?
  • Wie funktioniert Neurofeedback überhaupt?
  • Gibt es Voraussetzungen für die Neurofeedback-Therapie?
  • Was gilt es während der Therapie zu beachten?

Ergänzt werden diese Informationen durch Hinweise auf wichtige Indikationen und spezielle Therapieziele.

So erhalten Sie sinnvolle Materialien, die Sie bei der aktiven Patientenkommunikation unterstützen und Ihren Klienten relevantes Wissen kurz und verständlich vermitteln.

 

Neurofeedback verständlich erklärt – hier können Sie aktuelle Patienteninformationen beziehen

Kunden der BEE Medic GmbH können die Neurofeedback Patienteninformationen direkt über den Webshop günstig bestellen. Aktuell finden Sie dort folgende Patienteninformationen in Form von Flyern in Deutscher und Englischer Sprache:

  • Neurofeedback – Verbesserte Gehirnfunktion für jedes Alter
  • Neurofeedback bei ADHS – Informationen für ADHS-Patienten und deren Familien

Durch ein Feld für Ihren Praxisstempel können Sie die Flyer individualisieren. Gerne stellen wir Ihnen auch ein digitales Ansichtsexemplar zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierfür einfach an die Kundenservices der BEE Medic GmbH unter [email protected] oder [email protected]. Wenden Sie sich gerne auch an uns, wenn Sie die Informationen in weiteren Sprachen benötigen oder Materialien für weitere Indikationen wünschen.

Informationen rund um Neurofeedback finden Patienten zudem beim Neurofeedback Netzwerk – ein Projekt, welches sich für fundierte Patienteninformation einsetzt und welches die BEE Medic GmbH seit dessen Gründung 2011 fördert.

Studie zeigt: bereits eine Sitzung mit ILF Neurofeedback führt zu signifikanten Veränderungen der Gehirn-Konnektivität!

10. September 2020

Erstmals wurden in einer randomisierten, kontrollierten Studie Effekte des Infra Low Frequency Neurofeedback (kurz ILF Neurofeedback und auch bekannt als Othmer-Methode), auf die Konnektivität und die Gehirnaktivität nachgewiesen – und das bereits nach einer einzigen Sitzung. Die Studie von Dobrushina et al. mit dem Titel „Modulation of Intrinsic Brain Connectivity by Implicit Electroencephalographic Neurofeedback“ leistet damit einen wichtigen Beitrag, die Wirkmechanismen und Prozesse des ILF Neurofeedback besser zu verstehen. „Und sie bestätigt, dass, was uns tausende Therapeuten über ILF Neurofeedback tagtäglich berichten, nämlich Effekte bereits während des Neurofeedbacks und nach einer Sitzung“, so Dr. Bernhard Wandernoth, Gründer der BEE Medic GmbH.

Dobrushina et al. (2020). Modulation of Intrinsic Brain Connectivity by Implicit Electroencephalographic Neurofeedback. Frontiers in Human Neuroscience, 14:192

 

Nachweis einer Veränderung der Gehirn-Konnektivität durch 30 Minuten ILF Neurofeedback

Das menschliche Gehirn enthält etwa 100 Milliarden Nervenzellen, welche über sogenannte synaptische Verbindungen extrem komplexe Netzwerke bilden. Diese neuronalen Verbindungen (Konnektive) können sich dabei dynamisch ausbilden und verändern. Jede funktionelle Veränderung des Gehirns geht mit Umgestaltungen der Konnektivität von Nervenzellen einher. Dobrushina und Kollegen konnten mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) nun zum ersten Mal zeigen, dass ILF Neurofeedback zu signifikanten Veränderungen der Konnektivität führt. 

 

Untersuchung an 52 Probanden

Die untersuchten 52 gesunden Probanden absolvierten in einem doppelblinden, kontrollierten Versuchsdesign eine 30-minütige Sitzung ILF Neurofeedback (Elektrodenposition: T4/P4). Die Hälfte der Probanden (Kontrollgruppe) erhielt ein Sham-Neurofeedback, bei welchem die Animationen zufällig erzeugt wurden und nicht Ergebnis der Verarbeitung abgeleiteter Hirnwellen waren. Zuvor sowie danach wurde bei allen Probanden mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) im Ruhezustand die Aktivität neuronaler Netzwerke im Gehirn erfasst.

 

Besonderheit des ILF Neurofeedback: Implizite Verarbeitung des Feedbacksignals moduliert neuronale Netzwerke und erhöht die Konnektivität

Die Besonderheit des ILF Neurofeedback besteht darin, dass das Feedbacksignal nicht bewusst verändert, sondern vielmehr implizit verarbeitet wird, wodurch - so die Annahme - neuronale Netzwerke moduliert werden, die bei der Selbstregulation des Gehirns beteiligt sind. Ein Vergleich der fMRT Bilder vor und nach dem ILF Neurofeedback zeigt die Aktivierung eines Netzwerks aus mehreren Regionen im Gehirn, das mit dem impliziten Neurofeedback Prozess assoziiert ist und sich direkt nach der ILF Neurofeedback-Sitzung ausbildet. Die an dem Netzwerk beteiligten Regionen haben zum Teil Schlüsselfunktionen in Prozessen von Kontrolle, visueller Wahrnehmung und impliziten Lernen. Außerdem zeigen die Aufnahmen nach der Neurofeedback-Sitzung eine erhöhte Konnektivität zwischen Gehirnregionen, die mit Reizwahrnehmung (Salienz), Sprache und Visuellen Netzwerken, also multisensorischer Informationsverarbeitung und Integration, assoziiert sind. Diese erhöhte Konnektivität zeigt sich nur in der Experimentalgruppe, nicht aber in der Kontrollgruppe, was nahelegt, dass die erhöhte Konnektivität ein Effekt des Neurofeedback ist.

 

Studie ist wichtiger Meilenstein zum Verständnis von Neurofeedback

„Die Arbeit von Olga Dobrushina ist eine wichtige Basis für weitere Studien. Das Ergebnis ist signifikant, wird von hochrangingen Neurowissenschaftlern anerkennend diskutiert und eine follow-up Studie hat bereits begonnen“, so Dr. Bernhard Wandernoth und weiter: „Mich freut natürlich besonders die Bestätigung für das, was uns tagtäglich antreibt, was wir seit Jahren beobachten und von Therapeuten und Patienten zurückgemeldet bekommen. Es ist ja seit jeher unser Ziel, Neurofeedback-Verfahren und Technologien so zu entwickeln, dass wir größtmögliche Wirksamkeit erreichen, so dass Patienten und Therapeuten begeistert sind. Die Studie leistet nun einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung der Wirkmechanismen von Neurofeedback und Entwicklung von Erklärungsmodellen. Und die Studie zeigt vor allem auch, welche Rolle das ILF Neurofeedback einnimmt und welches Potential in diesem individuellen und effektiven Neurofeedback-Ansatz liegt. Es spricht viel dafür, dass durch die 35-jährige intensive Zusammenarbeit zwischen Klinikern, Wissenschaftlern und Entwicklern auf die wir zurückblicken können und über empirisch klinische Arbeit von hunderttausend und mehr Neurofeedbacksitzungen gelungen ist, nun einen ersten Eindruck zu gewinnen, was Neurofeedback tatsächlich im Gehirn bewirkt. Und das ist durchaus ein Meilenstein, um Neurofeedback generell besser zu verstehen.“

6 Gründe für die online Neurofeedback-Ausbildung

18. August 2020

Mit den Onlinekursen durch einen von uns akkreditierten Fortbildungsanbieter haben wir bereits zahlreiche Teilnehmer überzeugt, die nun sogar nur noch online lernen wollen. Sicher ist dies auch eine Typ-Frage, aber mit den folgenden sechs Gründen für digitales Lernen zeigen wir Ihnen, worauf wir bei Onlinekursen Wert legen und möchten Ihnen die Sicherheit geben, dass Sie jederzeit eine professionelle und persönliche Weiterbildung erleben.

 

1. Die Technik: Online-Weiterbildung funktioniert einfacher als Sie denken

Wenn es um das Thema digitales Lernen geht, tauchen zunächst oft Fragen nach der Technik auf. „Reichen meine technischen Kenntnisse aus, um den Kurs zu absolvieren?“, „Kann mein PC das überhaupt?“ und „Welche Programme brauche ich?“ werden wir sehr oft gefragt.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn gerade im Bereich der mentalen Gesundheit arbeiten Sie vor allem mit Menschen und nicht primär am PC. Und vor ein paar Jahren hätte man vielleicht auch noch Programme installieren müssen. Das ist heute zum Glück nicht mehr notwendig.

Um an einem Onlinekurs teilnehmen zu können benötigen Sie nur einen PC oder Laptop mit einer stabilen Internetverbindung. Natürlich ist weiterhin auch eine Webinar-Software notwendig, damit mehrere Personen gleichzeitig an einem Kurs teilnehmen können. Aber darum müssen Sie sich nicht kümmern, sondern wir. Dabei achten wir besonders auf folgende Aspekte:

  • Sie müssen keine neuen Programme oder spezielle Software installieren oder herunterladen
  • Sie benötigen einfach eine Internetverbindung und erhalten von uns einen Link mit dem Sie mit einem Klick zum Kurs gelangen
  • Wir nutzen ausschließlich professionelle, gut erprobte Software
  • Und wir achten auf den Schutz Ihrer Daten

Während des Kurses steht Ihnen technischer Support zur Verfügung, den Sie jederzeit auf einer eigenen Telefonnummer erreichen können.

Zudem bieten wir vor dem Kurs in der Regel individuelle „Vorab-Tests“ an, bei denen ein Supportmitarbeiter mit Ihnen die Technik prüft und Sie alle Funktionen, wie Videoeinstellungen, Mikrophon an- und ausschalten etc. in Ruhe und unter Anleitung testen können, so dass Sie entspannt in den Kurs starten und sich am Kurstag nicht um die Technik kümmern müssen.

Nahaufnahme Person am Laptop während eines Webinars
2. Besondere Gruppendynamik in Onlinekursen

Gemeinsames Lernen verbindet. Jeder von uns kennt das. Meist merkt man schnell ob man sich in einem Kurs wohlfühlt, man merkt rasch mit wem man auf einer Wellenlänge ist und es entwickelt sich eine gewisse Gruppendynamik.

Genau das geschieht auch online. Denn die meisten Teilnehmer haben zwar vielleicht schon ein Webinar besucht, aber bisher nur wenig Erfahrungen mit mehrtägigen Online-Kursen. Das verbindet, und oft ist das gegenseitige Kennenlernen gerade auch via Monitor besonders interessant: man ist gespannt, wie es bei den anderen aussieht, ist stolz, wenn alles reibungslos funktioniert, bekommt Einblicke in andere Praxen und Räume - was spannender und persönlicher sein kann als an einem „neutralen Kursort“ zusammenzukommen. Es herrscht trotz der räumlichen Distanz ein recht persönlicher Austausch, da man zwar Einblicke gewährt, sich aber zugleich in einer vertrauten Umgebung befindet, in der man sich wohlfühlt.

Dabei können Sie während des Kurses jederzeit die Dozenten und je nach Einstellung des Bildschirms auch die anderen Teilnehmer sehen; Sie können sich unterhalten und Fragen stellen – wie bei einer Präsenzveranstaltung. Nur mit dem Vorteil, dass Sie auch jederzeit Ihre Kamera deaktivieren können.

 

3. Online lernen mit abwechslungsreichem Kurskonzept

Bei den Onlinekursen unserer akkreditierten Fortbildungsanbieter müssen Sie nicht den ganzen Tag vor dem PC oder Laptop sitzen. Ein Bestandteil der Onlinekurse sind zwar Vorträge mit Präsentation – wie auch bei Präsenzveranstaltungen. Daneben bestehen die Online-Kurse aber vor allem auch aus:

  • Diskussionen
  • Gruppen- und Kleingruppenarbeit in virtuellen Gruppenräumen
  • Filmsequenzen
  • und dem Praktikum

Und natürlich finden auch regelmäßig ausreichende Pausen statt, die Sie „trotz Weiterbildung“ beim Lieblingsitaliener um die Ecke verbringen können. Sie können sich die Beine vertreten, kleinere Dinge erledigen, die Kinder von der Schule begrüßen oder sich auch mit den anderen Kursteilnehmern austauschen. Sie müssen Ihre gewohnten Strukturen nicht verlassen und auch während des Kurses Ihren Lieblingstee oder -Kaffee genießen.

 

4. Planungssicherheit und Zeitersparnis

Onlinekurse bieten Ihnen Planungssicherheit. Die Kurse können stattfinden, ganz unabhängig von möglichen regionalen oder nationalen Reise- oder Versammlungsbeschränkungen sowie Quarantäneauflagen. Sie minimieren zudem Ihr Infektionsrisiko. Insbesondere durch den Wegfall der Reisezeiten gewinnen Sie an Zeit. Die meist am Vortag notwendige Anreise entfällt ebenso wie die oftmals als besonders lang empfundene Rückreise nach mehreren Kurstagen. Zudem reduziert sich der Aufwand für Verpflegung und Unterkunft gegenüber einem ortsgebundenen Kurs. Vielmehr können Sie auch nach den einzelnen Seminartagen in gewohnter Umgebung und in Ruhe das Gelernte verarbeiten.

 

5. Nutzung des Neurofeedback-Equipments während des gesamten Kurses

Auch während der Onlinekurse üben Sie mit den Neurofeedback-Systemen der BEE Medic GmbH, den NeuroAmp® und der Cygnet® Neurofeedback-Software. In den Fortgeschrittenen und indikationsspezifischen Kursen verfügen Sie in der Regel schon über ein System und können dieses einfach für das Praktikum nutzen – wie auch bei den ortsgebundenen Kurse, bei denen viele Teilnehmer meist ihr eigenes System mitbringen. Bei den Neurofeedback Online-Grundkursen haben Sie die Möglichkeit gleich zum Kursbeginn ein komplettes System zu erwerben. Vorteil ist, dass Sie während des Kurses üben und nahtlos mit Neurofeedback weiterarbeiten können.

Zudem können Sie ein komplettes System auch zunächst einmal für die Zeit des Kurses ausleihen und währenddessen in Ruhe ausprobieren und testen. Sie bekommen dies rechtzeitig und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Und gleich ob Sie ein System vorab erwerben oder ein Leihgerät nutzen möchten: Ein Mitarbeiter richtet dieses bei einem individuellen Termin online mit Ihnen ein, damit Sie reibungslos in den Kurs starten können.

 

6. Mit wenig Aufwand mehrere Mitarbeiter oder Kollegen schulen

Gerade auch für Praxisgemeinschaften und -zentren oder wenn Sie Neurofeedback gemeinsam mit Kollegen lernen möchten, sind Onlineschulungen ideal. Es können mehrere Mitarbeiter oder Kollegen gleichzeitig geschult werden. Die Freistellung für die Weiterbildung ist gut planbar und auf die Kurszeit begrenzt. Zudem entfallen Kosten für Reisewege und Übernachtung.

 

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Onlineweiterbildung im medizinischen Bereich mag für viele noch ungewohnt sein, aber Sie sehen, es sprechen einige Argumente für das digitale Lernen. Mit innovativen E-Learning Konzepten kommt dabei auch der persönliche Austausch und die Abwechslung nicht zu kurz.

In unserer Kursübersicht finden Sie zahlreiche, abwechslungsreiche Kurse. Von ein bis zweitägigen Fortgeschrittenenveranstaltungen bis zu 5-tägigen Grundkursen, die Sie entweder am Stück oder an zwei aufeinander folgenden Wochenenden absolvieren können.

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