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Joanne Haldane

Joanne Haldane

Profil

Joanne Haldane ist klinische und forensische Psychologin sowie vom Psychologenverband zugelassene Supervisorin und verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Facherfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten sowie Überlebenden von Folter und organisierter Gewalt. Ihre berufliche Laufbahn umfasst einige der anspruchsvollsten Bereiche ihres Fachgebiets – darunter forensische Psychiatrie und Hochsicherheitspsychiatrie, opferzentrierte psychologische Behandlung, gerichtliche Begutachtung und Berichterstattung, den Behindertenbereich sowie die Arbeit mit indigenen Kindern in Fremdunterbringung. Diese Bandbreite verleiht ihr eine unvergleichliche Tiefe in ihrer klinischen Perspektive. Joanne ist leitende Klinikerin am Australian Neurofeedback Institute (ANFI) und an der STARTTS Neurofeedback Clinic in Sydney, wo sie sich auf komplexe PTBS, behandlungsresistente Traumata und Dysregulation des autonomen Nervensystems spezialisiert hat.

Joanne kombiniert gekonnt Neuromodulationstechniken - unter Einbeziehung von Infrarot-Tiefenfrequenzen und Frequenzbandtraining im Neurofeedback - mit EMDR, Deep Brain Reorientating und anderen Instrumenten zur Regulierung des Nervensystems. Sie greift auf eine Vielzahl von Behandlungsmethoden zurück, um das von Angst getriebene Gehirn zu reparieren und neu zu verdrahten, wobei sie Echtzeit-Hirnregulierung mit tiefgreifender Traumabearbeitung, Bindungsreparatur und systemischer Heilung kombiniert.

Renée Ettia

Reneé Ettia

Profil

Reneé Ettia ist eine akkreditierte Sozialarbeiterin für psychische Gesundheit, die bei der Australian Association of Social Workers (AASW) registriert ist und derzeit Mitglied der EMDR Association of Australia (EMDRAA) ist. Reneé arbeitet als Spezialistin für Neurofeedback bei Kindern und Jugendlichen beim NSW Service for the Treatment and Rehabilitation of Torture and Trauma Survivors (NSW STARTTS).

Reneé hat in verschiedenen Bereichen gearbeitet, darunter Onkologie und Palliativpflege, Obdachlosenhilfe, Fallmanagement, Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung und im Rahmen des NDIS, Kinder- und Familientherapie sowie in eigener Praxis. Reneé kam 2016 zum STARTTS-Team und hat seitdem das große Privileg, klinische psychologische Dienstleistungen für Asylsuchende und neu angekommene Geflüchtete ab 3 Jahren anzubieten, die mit einer Vielzahl komplexer Herausforderungen konfrontiert sind.

Als Neurofeedback-Spezialistin setzt Reneé Neuromodulationstechniken ein, um Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, emotionale Resilienz zu entwickeln und die Auswirkungen von Traumata zu überwinden. Sie ist häufig an Schulen tätig, wo sie Schülern zugängliche Dienste anbietet und gleichzeitig Lehrkräfte und Eltern unterstützt, um ein ganzheitliches Wohlbefinden zu fördern. Neben Neurofeedback bietet Reneé die Eye-Movement Desensitisation Reprocessing Therapy (EMDR), Deep Brain Reorienting (DBR), die Herzfrequenzvariabilitäts-Therapie (HRV) sowie die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (T-CBT) an.

Sejla Murdoch

Sejla Murdoch

Profil

Als erfahrene Psychologin mit 26 Jahren Erfahrung in der traumazentrierten Therapie war Sejla Mitbegründerin der weltweit ersten Neurofeedback-Klinik, die sich speziell an Geflüchtete mit Traumata richtet. Als Teamleiterin des NF-Programms von STARTTS und stellvertretende Direktorin von ANFI hat sie Pionierarbeit bei der Integration von Neuromodulation in die Traumabehandlung geleistet. Sejla ist sowohl für Neurofeedback als auch für HRV-Biofeedback zertifiziert und als akkreditierte Mentorin tätig, die Fachkräfte weltweit ausbildet.

Derzeit promoviert sie an der medizinischen Fakultät der Universität Sydney und hat einen Master-Abschluss vom Brain and Mind Science Institute.
 

Michael Cohen

Michael Cohen

Profil

Mike Cohen ist der Autor von „Neurofeedback 101: Rewiring the Brain for Anxiety, ADHD, Depression & Beyond“. Sein Buch gilt als wesentlicher Leitfaden, um die Mechanismen und Anwendungsmöglichkeiten von Neurofeedback einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Seit 1996 befasst sich Cohen intensiv mit der Erforschung des Gehirns, der Neurotherapie und der Verhaltenspsychologie. Er verbindet interdisziplinäre Erkenntnisse zu einem integrativen Ansatz, der bereits tausenden Patienten – sowohl Kindern als auch Erwachsenen – zugute kam. Neben seiner therapeutischen Arbeit ist er international in der Ausbildung und im Mentoring von medizinischem Fachpersonal tätig.

Sein Wechsel in den Bereich des Neurofeedbacks erfolgte aufgrund persönlicher Erfahrungen im familiären Umfeld, nachdem konventionelle Therapiemethoden bei schweren Depressionen keine ausreichende Wirkung zeigten. Die schnellen und nachhaltigen Erfolge der Neurotherapie veranlassten ihn dazu, seine Karriere in der Technologiebranche zu beenden und sich gänzlich der Neurowissenschaft zu widmen.

1996 war er Mitbegründer seiner ersten spezialisierten Neurofeedback-Klinik. Heute gilt er als erfahrener Experte, der wissenschaftliche Tiefe mit langjähriger praktischer Erfahrung in der Behandlung von ADHS, Angststörungen und Depressionen vereint.

Erfahrungen mit Neurofeedback

  • arbeitet mit Neurofeedback seit 1996

Sprachen

Englisch

Nachweisbare Veränderungen im Gehirn nach ILF-Neurofeedback: Jetzt gibt es eine bildgebende Evidenz für Veränderungen der Hirnvernetzung.

20. April 2026

not ist ein Fachmagazin, das sich an Patientinnen und Patienten mit Schädel-Hirnverletzungen, Schlaganfall sowie anderen erworbenen Hirnschäden richtet – und gleichzeitig Einblicke für Fachkräfte, Angehörige und Interessierte bietet. Das Magazin liefert fundierte Artikel, praxisnahe Tipps und aktuelle Entwicklungen aus der Neurorehabilitation.

Im März veröffentlichte das Magazin in Zusammenarbeit mit BEE Medic einen Beitrag zum Thema ILF Neurofeedback. Den Beitrag lesen Sie hier oder im folgenden Text.
 

Veränderungen im Gehirn sichtbar machen
In der neurologischen Rehabilitation wird zunehmend Neurofeedback eingesetzt. Das bezeichnet Verfahren, bei denen die elektrische Aktivität des Gehirns über Elektroden an der Kopfoberfläche gemessen und mithilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) ausgewertet wird. Die gewonnenen Informationen werden in Echtzeit in eine Rückmeldung übersetzt, zum Beispiel über visuelle und auditive Veränderungen in einem Film oder einer Animation. Auf diese Weise erhält das Gehirn fortlaufend Informationen über seine eigene Aktivität. Diese Rückmeldung kann Veränderungen in der Organisation und Regulation neuronaler Aktivität ermöglichen.


Symptombasierter Einsatz
Ein möglicher Ansatz ist der des Infra-Low-Frequency-Neurofeedback (ILF-Neurofeedback). Dabei werden extrem langsame Veränderungen der Gehirnaktivität in das Feedback einbezogen, die mit übergeordneten Selbstregulations- und Stabilisierungsprozessen in Verbindung stehen. ILF-Neurofeedback arbeitet nicht mit bewussten Aufgaben, sondern wirkt überwiegend auf einer unbewussten Ebene. In der Anwendung wird es symptombasiert eingesetzt. Ausgangspunkt sind konkrete Beschwerden, die als Ausdruck eingeschränkter Regulationsfähigkeit verstanden werden. ILF-Neurofeedback wird dabei nicht isoliert angewendet, sondern mit klassischen Frequenzband-Informationen kombiniert. Erst diese Kombination bildet das vollständige ILF-Neurofeedback-Protokoll.


Bildgebende Verfahren
Bildgebende Verfahren eröffnen in diesem Zusammenhang eine zusätzliche Perspektive. Eine zentrale Rolle spielt dabei die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Mit dieser lassen sich Veränderungen der Hirnaktivität indirekt erfassen, indem Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn gemessen werden. Auf diese Weise lassen sich funktionelle Hirnnetzwerke abbilden.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage:
Lassen sich Veränderungen im Gehirn nach Neurofeedback nicht nur über Symptomverläufe, sondern auch mithilfe dieses bildgebenden Verfahrens objektiv nachweisen?


Umfangreiche Studienlage
Zur Wirksamkeit neurofeedbackbasierter Verfahren, einschließlich ILF-Neurofeedback, liegen bereits zahlreiche klinische Studien vor. Was bislang jedoch weitgehend fehlte, waren bildgebende Daten, die zeigen, ob und wie sich unterschiedliche Bestandteile eines etablierten ILF-Neurofeedback-Protokolls im Gehirn niederschlagen.
Eine im Dezember 2025 in der Fachzeitschrift NeuroImage veröffentlichte Studie greift genau diese Fragestellung auf. Ziel der Untersuchung war es nicht, Behandlungserfolge zu bewerten, sondern zu prüfen, ob sich nach einer einzelnen Neurofeedback-Sitzung objektive Veränderungen im Gehirn nachweisen lassen und ob diese davon abhängen, welche Signalanteile eingesetzt werden.
An der Studie nahmen insgesamt 135 gesunde Erwachsene teil. Die Untersuchung zielte damit auf grundlegende neurophysiologische Effekte und nicht auf klinische Behandlungsergebnisse ab. Die Teilnehmenden wurden in Gruppen eingeteilt und erhielten unterschiedliche Formen von Neurofeedback, bei denen entweder einzelne Signalanteile oder deren Kombination eingesetzt wurden. Vor und nach der Sitzung wurden mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie Veränderungen der Hirnvernetzung erfasst.

 

 

 

Neurofeedback therapy session

Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster. Stabile und statistisch belastbare Veränderungen der funktionellen Konnektivität zeigten sich ausschließlich nach Anwendung des vollständigen ILF-Neurofeedback-Protokolls, also bei der Kombination von klassischen Frequenzband-Informationen und Infra-Low-Frequency-Signalen. Wurden die Signalanteile getrennt betrachtet, ließen sich keine vergleichbar stabilen Veränderungen nachweisen.


Fazit
Auch wenn die vorliegende Studie keine Aussagen zur klinischen Wirksamkeit trifft, ist ihre Bedeutung für die Einordnung von Neurofeedback erheblich. Sie zeigt anhand bildgebender Daten, dass ILF-Neurofeedback mit einer Stabilisierung und stärkeren Vernetzung funktioneller Hirnnetzwerke einhergeht.
Die Arbeit ergänzt bestehende klinische Studien nicht durch weitere Wirksamkeitsdaten, sondern durch eine bildgebende Perspektive auf die zugrunde liegenden neurophysiologischen Prozesse. Für Betroffene kann dies eine wichtige Orientierung sein. Neurofeedback lässt sich damit nicht nur über subjektive Erfahrungen einordnen, sondern auch über objektiv messbare Veränderungen im Gehirn unter klar definierten experimentellen Bedingungen.

 

Mehr Informationen zu der fMRT-Studie finden Sie hier.

Kunden Highlight: Die Neuro-Bio-Praxis von Marcin Grabowski im Rhein-Lahn-Kreis

17. April 2026

Die Neuro-Bio-Praxis wurde im November 2025 im Rhein-Lahn-Kreis von Marcin Grabowski gegründet. Seine klare Vision: traditionelles ergotherapeutisches Fachwissen mit modernen neurotechnologischen Methoden zu verbinden. Im Mittelpunkt steht eine Therapie, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten und an ihren Alltagssituationen orientiert ist.

Die Praxis behandelt ein breites Spektrum an neurologischen, psychologischen und psychosomatischen Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem Aufmerksamkeits- und Regulationsstörungen wie ADHS, stressbedingte Beschwerden, Angststörungen, depressive Symptome sowie chronische Schmerzen oder Schlafprobleme. Auch Menschen, die unter Erschöpfung oder kognitiven Beeinträchtigungen leiden – beispielsweise im Zusammenhang mit Long COVID – finden hier geeignete therapeutische Angebote.
 

Vom Interesse zur Spezialisierung

Marcin Grabowskis Weg zum Neurofeedback begann schon früh in seiner beruflichen Laufbahn. Einen prägenden Impuls erhielt er während seiner Tätigkeit in der Rechtsmedizin, wo er erstmals intensiv mit dem Thema in Berührung kam. „Die Möglichkeit, direkt auf die Funktionsweise des Gehirns einzuwirken, hat mich von Anfang an fasziniert“, erinnert er sich.

Seitdem hat er sich kontinuierlich weitergebildet und sein Wissen über verschiedene Neurofeedback-Methoden vertieft. Bereits 2018 schloss er seine Ausbildung in ILF-Neurofeedback nach Othmer ab. In den folgenden Jahren sammelte er vielfältige praktische Erfahrungen, unter anderem in der Arbeit mit Menschen im Autismus-Spektrum und mit Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung.

Heute kombiniert Marcin Grabowski verschiedene Neurofeedback-Ansätze mit Biofeedback und verfolgt dabei einen klientenzentrierten und systemischen Therapieansatz.
 

Fokus auf moderne Therapieansätze

Ein besonderer Schwerpunkt der Neuro-Bio-Praxis liegt auf dem Einsatz von Neurofeedback und Biofeedback. Beide Methoden werden gezielt eingesetzt, um therapeutische Prozesse zu unterstützen und Veränderungen für die Patienten unmittelbar greifbar zu machen.

Zum Einsatz kommen sowohl ILF-Neurofeedback nach Othmer als auch klassische Frequenzband-Trainingsmethoden wie Alpha-Theta- oder Synchronie-Protokolle. „Die Arbeit mit Neurofeedback ermöglicht es, direkt auf die Regulationsprozesse des Gehirns einzuwirken. Viele Patienten sind überrascht, wie unmittelbar die ersten Veränderungen spürbar werden, ohne dass sie sich aktiv anstrengen müssen“, beschreibt Marcin Grabowski seine Erfahrung.

Zudem wird Biofeedback eingesetzt, um körperliche Prozesse wie Atmung, Muskelspannung oder Stressreaktionen sichtbar zu machen. Dies fördert ein besseres Verständnis des eigenen Körpers und eröffnet neue Möglichkeiten, das Wohlbefinden gezielt zu beeinflussen.
 

Individuelle Therapie für verschiedene Lebensphasen

Die tägliche Praxis ist geprägt von einer großen Vielfalt an Patienten. Von Jugendlichen über Erwachsene bis hin zu älteren Menschen wird Neurofeedback in verschiedenen Lebensphasen eingesetzt. Die Methode kann auch bei eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit angewendet werden, da sie direkt auf die Gehirnaktivität einwirkt.

Viele berichten bereits nach den ersten Sitzungen von ersten Veränderungen in ihrem Alltag. Aussagen wie „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell spürbar sein würde“ oder „Ich muss dafür gar nichts aktiv tun?“ spiegeln diese Erfahrungen gut wider.

Im Verlauf der Therapie zeigen sich oft konkrete Verbesserungen: gesteigerte Konzentration, größere innere Ruhe, eine stabilere Stimmung oder ein veränderter Umgang mit Stress. Diese Fortschritte werden kontinuierlich beobachtet und in die weitere Behandlungsplanung einbezogen.
 

Erfahrungen, die motivieren

Besonders beeindruckend ist das Feedback von Patienten, die bereits viele therapeutische Ansätze ausprobiert haben und Neurofeedback zunächst mit Skepsis begegnen. Oft berichten sie schon nach wenigen Sitzungen von größerer Klarheit, innerer Stabilität oder verbesserter Belastbarkeit im Alltag.

So beschrieb beispielsweise ein Patient mit erheblichen Konzentrations- und Ermüdungsproblemen, wie alltägliche Aufgaben wieder leichter fallen und er sich geistig besser organisiert fühlt. Solche Entwicklungen stärken das Vertrauen in den therapeutischen Prozess und fördern die Motivation für eine weitere Zusammenarbeit.
 

Bewährte Zusammenarbeit mit BEE Medic

Marcin Grabowski arbeitet seit 2019 mit Systemen von BEE Medic. Er schätzt besonders die Zuverlässigkeit der Geräte sowie die praxisorientierten Trainingsprogramme.

„Für mich war es von Anfang an wichtig, Neurofeedback gut in die Praxis zu integrieren, sowohl technisch als auch räumlich. Die Systeme haben sich als stabil und zuverlässig erwiesen, was im therapeutischen Alltag eine große Rolle spielt“, berichtet Marcin Grabowski.

Auch moderne Ansätze wie Virtual Reality finden zunehmend ihren Platz in der Therapie. Sie ermöglichen es, Patienten aktiv einzubeziehen und Inhalte auf neue Weise zum Leben zu erwecken. Ergänzt wird dies durch Biofeedback-Sensoren, die körperliche Prozesse sichtbar machen und so den Zugang zur eigenen Erfahrung erleichtern.
 

Über die Neuro-Bio-Praxis

Die Neuro-Bio-Praxis steht für moderne, wissenschaftlich orientierte und zugleich klientenzentrierte Therapie. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen individuellen Ressourcen, Herausforderungen und Lebensumständen. Ziel ist es, die Selbstregulation zu stärken und die Alltagsfunktionen nachhaltig zu verbessern.

Eine ruhige und hochmoderne Praxisumgebung schafft optimale Bedingungen für konzentriertes Arbeiten und eine angenehme Atmosphäre.
 

Praxis Marcin neu

Neuro-Bio Praxis
Ballstädter Straße 5, 56357 Miehlen
📞 06772 301371-0
🌐 Website: https://www.neuro-bio-praxis.de

Advanced Neurofeedback Course

Kursbeschreibung

NeuroVitalia impartirá este nuevo Curso Avanzado con más contenidos e importantes novedades, en un formato renovado e innovador. Se trata de una formación dirigida a profesionales/terapeutas de Neurofeedback y el Método Othmer que deseen complementar y extender su formación con la garantía de los cursos de BEE Medic & NeuroVitalia.
Durante el curso se introducirán nuevos enfoques de entrenamiento, novedades y, además, usted tendrá la oportunidad de conocer a otros profesionales, intercambiar experiencias y trabajar sobre casos prácticos.

Online

Zeitraum / Dauer

06.11.2026 – 08.11.2026
Local time: Europe/Madrid

Bitte wählen Sie hier Ihre Zeitzone, um die Kurszeiten in Ihrer lokalen Zeit angezeigt zu bekommen

Preis

890 EUR

Sprache

  • Spanisch

Veranstalter

Neurovitalia
Centro Comercial ABC Serrano
Calle Serrano 61, 4ª Planta
28006 Madrid

Anmelden* Kursbeschreibung drucken Mit klicken auf „Anmelden“ werden Sie zur Buchung des Kurses direkt an den Veranstalter weitergeleitet, über den die Kursorganisation und Rechnungsstellung erfolgt.

Neurofeedback Basic Course

Kursbeschreibung

Formación intensiva de 5 días, ideal para profesionales del ámbito sanitario que deseen incorporar el Neurofeedback clínico en su práctica.

Durante el curso aprenderás los principios y fundamentos del entrenamiento en Neurofeedback, con amplias sesiones prácticas utilizando nuestro propio equipamiento, que te permitirá experimentar tanto el rol de terapeuta como el de paciente.
Al finalizar, obtendrás la certificación oficial BEE Medic, reconocida internacionalmente.

📍 Lugar: Madrid
🎓 Certificación: BEE Medic
💶 Precio: 1.390 €
💸 Descuento: 100 € por pronto pago o para grupos hasta el 21 de Septiembre de 2026

Cierre de inscripción Viernes 9 de Octubre

Nuestros cursos destacan por su rigor clínico y la colaboración con instituciones de prestigio internacional, como Harvard Medical School, así como con hospitales públicos europeos, entre ellos el Hospital de Noruega, donde recientemente impartimos formación especializada.
Este compromiso con la investigación y la práctica clínica garantiza una enseñanza actualizada, seria y basada en evidencia.

Tras completar la formación, los alumnos podrán seguir en contacto con nuestros formadores mediante supervisiones clínicas y acceder al Círculo de Profesionales de Neurofeedback, con posibilidad de derivación de pacientes.

Es requisito indispensable tener formación sanitaria en psicología o medicina para poder acceder a la formación.

Ort der Veranstaltung

Madrid - Hotel Jardines de Sabatini
Cta. de San Vicente 16
28008 Madrid
Spanien

Zeitraum / Dauer

21.10.2026 09:00 – 25.10.2026 15:00
Local time: Europe/Madrid

Bitte wählen Sie hier Ihre Zeitzone, um die Kurszeiten in Ihrer lokalen Zeit angezeigt zu bekommen

Preis

1390 EUR

Im Preis enthalten

Curso completo de 5 días. Desayunos y almuerzos incluidos en el precio

Sprache

  • Spanisch

Veranstalter

Neurovitalia
Centro Comercial ABC Serrano
Calle Serrano 61, 4ª Planta
28006 Madrid

Anmelden* Kursbeschreibung drucken Mit klicken auf „Anmelden“ werden Sie zur Buchung des Kurses direkt an den Veranstalter weitergeleitet, über den die Kursorganisation und Rechnungsstellung erfolgt.
 
Maria Højris Lomholt

Maria Højris Lomholt

Profil

Maria ist ausgebildete Sozialpädagogin (Abschluss 2003) und verfügt zudem über ein Diplom in Führungskompetenz. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowohl in Kindertagesstätten als auch in der stationären Betreuung. Ihr beruflicher Hintergrund wird durch ihre persönlichen Erfahrungen als Pflegemutter von zwei Pflegekindern ergänzt, wodurch sie ein tiefes, praktisches Verständnis für die kindliche Entwicklung und Betreuung erworben hat.

Sie hat Weiterbildungen in Neuropsychologie und Neuropädagogik absolviert, wodurch sie ihre Fähigkeit gestärkt hat, Menschen mit unterschiedlichen Entwicklungsbedürfnissen zu unterstützen. Darüber hinaus ist Maria zertifizierte Moderatorin des ICDP (International Child Development Programme), in dessen Rahmen sie sich für positive Interaktionen und Beziehungen zwischen Kindern und Bezugspersonen einsetzt.

Erfahrungen mit Neurofeedback

  • Arbeitet mit Neurofeedback seit 2025

Kursportfolio

  • Neurofeedback Grundkurse

Sprachen

  • Dänisch

Infra-Low-Frequency-Neurofeedback und Peak Performance: Ein neurophysiologischer Ansatz für Stabilität, Regulation und menschliches Potenzial

07. April 2026

Ein Beitrag von Kasia McCartney

Abstract
Höchstleistung in unterschiedlichen Bereichen – vom Spitzensport bis hin zu anspruchsvollen Führungspositionen – hängt nicht nur von erlernten Fähigkeiten und mentalem Training ab, sondern ganz wesentlich von der Stabilität und Anpassungsfähigkeit der zugrunde liegenden neurophysiologischen Systeme. Infra-Low-Frequency (ILF) Neurofeedback ist ein vergleichsweise neuer Ansatz, der gezielt die Selbstregulation auf Ebene der Gehirnnetzwerke unterstützt.
Dieser Artikel beleuchtet den Einsatz von ILF-Neurofeedback bei leistungsorientierten Zielgruppen und verbindet dabei Erkenntnisse aus Neuropsychologie, Leistungspsychologie und Sportmedizin. Klinische Erfahrungen zeigen, dass ILF-Training unter anderem die Aufmerksamkeitssteuerung, die sensomotorische Integration, die Emotionsregulation sowie Erholungsprozesse verbessern kann – und damit sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Belastbarkeit unter Druck stärkt.

Einleitung
Der Weg zur Höchstleistung wurde lange vor allem über körperliches Training, den Erwerb technischer Fertigkeiten und psychologische Strategien wie Visualisierung oder kognitive Umstrukturierung definiert. Diese Faktoren sind nach wie vor zentral. Gleichzeitig rückt zunehmend ein weiterer Aspekt in den Fokus: die neurophysiologische Regulation als Grundlage für stabile und anpassungsfähige Leistung.
Menschen, die auf hohem Niveau performen – ob im Sport oder in Führungspositionen – bewegen sich in Umfeldern mit konstant hohen Anforderungen, großem Druck und wiederkehrendem Stress. Häufig wird Leistung dabei über erhöhte Aktivierungszustände aufrechterhalten, etwa durch Anspannung, Nervosität oder adrenalingetriebene Energie. Kurzfristig kann das hilfreich sein, langfristig geht es jedoch oft mit eingeschränkter Erholung, schlechteren Entscheidungen unter Druck und einem erhöhten Risiko für Erschöpfung oder Burnout einher.
ILF-Neurofeedback setzt genau hier an: Es ermöglicht, direkt auf die Selbstregulationsmechanismen des Gehirns einzuwirken – insbesondere im Hinblick auf die Stabilität großer neuronaler Netzwerke und das Gleichgewicht im autonomen Nervensystem.

Die neurophysiologischen Grundlagen von ILF-Neurofeedback
ILF-Neurofeedback arbeitet mit extrem langsamen Gehirnaktivitäten unterhalb von 0,1 Hz. Diese stehen in engem Zusammenhang mit sogenannten langsamen kortikalen Potenzialen sowie mit der Regulation großräumiger Netzwerke im Gehirn – etwa thalamokortikaler Systeme und dem Default Mode Network.

Diese langsamen Rhythmen spielen vermutlich eine zentrale Rolle dabei, die Erregbarkeit der Großhirnrinde zu steuern, neuronale Prozesse zeitlich zu koordinieren und die Stabilität des Gesamtsystems aufrechtzuerhalten.
Kommt es hier zu Störungen – wie sie im Modell der thalamokortikalen Dysrhythmie beschrieben werden – kann die Informationsverarbeitung ineffizient werden und es entsteht eine Art „neuronales Rauschen“. Bei leistungsorientierten Menschen zeigt sich das häufig in Form von gedanklicher Überaktivität, inkonsistenten Bewegungen, emotionaler Reizbarkeit oder Schwierigkeiten, in erholsame Zustände wie Schlaf zu finden.
Das Ziel von ILF-Neurofeedback ist es, diese grundlegende Stabilität wiederherzustellen, ohne dabei die notwendige Flexibilität einzuschränken. Dadurch werden fließendere Übergänge zwischen Aktivierung und Erholung möglich. Es geht also nicht um einzelne Symptome, sondern um die Regulation des gesamten Systems, das Leistung überhaupt erst ermöglicht.

Anwendung im sportlichen Kontext
Sportliche Leistung basiert wesentlich auf dem Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung. Studien zeigen, dass Neurofeedback die Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Wahrnehmungsgenauigkeit verbessern kann – Hinweise auf eine optimierte sensomotorische Integration.
In der Praxis berichten viele Athletinnen und Athleten nach ILF-Training von präziseren Bewegungsabläufen und besserem Timing – besonders in Sportarten, in denen Feinmotorik entscheidend ist.
Ein weiterer Schlüssel zur Leistung ist die Fähigkeit, unter Druck fokussiert zu bleiben. Neurofeedback kann dazu beitragen, die Aufmerksamkeit zu stabilisieren und Schwankungen zu reduzieren. Häufig verschwindet das Gefühl des „Blockierens“ oder Überdenkens in entscheidenden Momenten. Stattdessen beschreiben viele ein erleichtertes, automatisches Handeln – ein Zeichen dafür, dass kognitive Steuerung und motorische Abläufe besser zusammenspielen.

Auch mentale Techniken wie Visualisierung profitieren offenbar davon: Viele berichten, dass innere Bilder klarer, stabiler und leichter kontrollierbar werden. Das macht mentales Training effektiver und deutet auf eine bessere Vernetzung der beteiligten Gehirnareale hin.
Nicht zuletzt spielt Regeneration eine zentrale Rolle – insbesondere Schlaf. Schlechter Schlaf beeinträchtigt nachweislich Reaktionszeit, kognitive Leistung und erhöht das Verletzungsrisiko. ILF-Neurofeedback wird häufig mit verbessertem Einschlafen, stabilerem Schlaf und insgesamt höherer Schlafqualität in Verbindung gebracht. Das unterstützt sowohl die körperliche Erholung als auch die mentale Widerstandskraft.

Anwendung im Führungskontext (Executive Performance)
Im beruflichen Kontext äußern sich hohe Anforderungen oft als mentale Überlastung: Gedanken springen, die Aufmerksamkeit ist zersplittert und Informationen werden weniger effizient verarbeitet. Viele beschreiben das Gefühl, nicht mehr „abschalten“ zu können.
Neurofeedback kann hier helfen, indem es Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit und kognitive Flexibilität stärkt. Das führt häufig zu klareren, strukturierteren Denkprozessen.
In der Praxis berichten viele von besserer Entscheidungsfähigkeit und einer größeren Leichtigkeit, Aufgaben zu beginnen und abzuschließen. Dahinter steht nicht nur mehr „mentale Kapazität“, sondern vor allem eine bessere Regulation der zugrunde liegenden neuronalen Prozesse.
Auch die Emotionsregulation spielt eine wichtige Rolle – besonders in Führungspositionen. ILF-Neurofeedback kann dazu beitragen, dass emotionale Reaktionen stabiler werden, ohne an Anpassungsfähigkeit zu verlieren. Das zeigt sich in gelassenerem Verhalten, weniger Impulsivität und konsistenterem Auftreten.
Dauerstress ist in vielen Arbeitsumfeldern zur Normalität geworden. Obwohl er oft als notwendig angesehen wird, führt eine dauerhafte Aktivierung des Stresssystems langfristig zu Belastung und Erschöpfung. ILF-Training unterstützt ein ausgewogeneres Zusammenspiel im autonomen Nervensystem – und damit Erholung, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Klinische Überlegungen bei Menschen in Hochleistungsrollen
Ein wichtiger Punkt in der Arbeit mit High-Performern ist ihr Umgang mit Aktivierung. Viele sind es gewohnt, auf einem hohen Spannungsniveau zu funktionieren und sehen genau darin die Grundlage ihres Erfolgs.
Deshalb kann sich mehr Ruhe oder Stabilität zunächst ungewohnt anfühlen – manchmal sogar wie ein Leistungsabfall.
Hier ist Aufklärung entscheidend: Es gilt, den Unterschied zwischen ineffizienter, stressgetriebener Aktivierung und einem optimal regulierten Zustand zu verstehen. Letzterer ermöglicht fokussierte, nachhaltige Leistung.
Phasen mit mehr Ruhebedarf, längerem Schlaf oder vorübergehender Müdigkeit sind dabei oft kein Rückschritt, sondern ein Zeichen dafür, dass sich das Nervensystem neu organisiert.

Reflexion
Der Einsatz von ILF-Neurofeedback im Leistungskontext steht für einen grundlegenden Perspektivwechsel: weg von isolierten Maßnahmen, hin zu einem ganzheitlichen Verständnis von Leistung.
Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Fähigkeiten, sondern die Systeme, die diese überhaupt ermöglichen. Höchstleistung bedeutet in diesem Sinne nicht nur Output, sondern die Fähigkeit, stabil und gleichzeitig flexibel zu bleiben – auch unter Druck, und ohne dauerhaft auf Stress als Antrieb angewiesen zu sein.
ILF-Neurofeedback passt damit gut zu modernen Ansätzen, die Resilienz, Anpassungsfähigkeit und Erholung als zentrale Faktoren nachhaltiger Leistungsfähigkeit verstehen.
Als Methode, die direkt an den Selbstregulationsprozessen des Gehirns ansetzt, bietet ILF-Neurofeedback großes Potenzial – sowohl zur Leistungssteigerung als auch für das langfristige Wohlbefinden von Menschen in anspruchsvollen Rollen.

 

 

 

 

Quellen:
Aladjalova, N. A. (1957). Infra-slow rhythmic oscillations of the steady potential of the cerebral cortex. Nature, 179, 957–959.
Enriquez-Geppert, S., Huster, R. J., & Herrmann, C. S. (2017). EEG-neurofeedback as a tool to modulate cognition and behavior: A review tutorial. Frontiers in Human Neuroscience, 11, 51.
Fullagar, H. H. K., et al. (2015). Sleep and athletic performance: The effects of sleep loss on exercise performance. Sports Medicine, 45(2), 161–186.
Gruzelier, J. H. (2014). EEG-neurofeedback for optimising performance. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 44, 124–141.
He, B. J., & Raichle, M. E. (2009). The fMRI signal, slow cortical potentials and consciousness. Trends in Cognitive Sciences, 13(7), 302–309.
Llinás, R. R., Ribary, U., Jeanmonod, D., Kronberg, E., & Mitra, P. P. (1999). Thalamocortical dysrhythmia. Proceedings of the National Academy of Sciences, 96(26), 15222–15227.
McEwen, B. S. (2007). Physiology and neurobiology of stress and adaptation. Physiological Reviews, 87(3), 873–904.
Othmer, S., Othmer, S. F., & Kaiser, D. A. (2013). Endogenous neuromodulation at infra-low frequencies. Seminars in Pediatric Neurology, 20(4), 246–257.
Schack, T., Essig, K., Frank, C., & Koester, D. (2014). Mental representation and motor imagery training. Frontiers in Human Neuroscience, 8, 328.
Thayer, J. F., & Lane, R. D. (2000). A model of neurovisceral integration. Biological Psychology, 74(2), 201–232.
Thompson, M., & Thompson, L. (2003). The neurofeedback book. Association for Applied Psychophysiology and Biofeedback.
Vernon, D. J., et al. (2003). Neurofeedback training and cognitive performance. International Journal of Psychophysiology, 47(1), 75–85.
 

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